Silber verkaufen – Silberankauf von Barren, Besteck, Schmuck und Münzen
Silber findet sich in sehr unterschiedlichen Formen: als Barren und Anlagemünzen, in alten Silbermünzen, Schmuck, Bestecken oder anderen Gebrauchsgegenständen. Nicht immer ist auf den ersten Blick zu erkennen, welchen Silbergehalt ein Stück besitzt und ob neben dem reinen Materialwert möglicherweise noch ein Sammlerwert vorhanden ist.
Wenn Sie Silber verkaufen möchten, kaufen wir sowohl Silberbarren und Silbermünzen als auch Schmuck, Silberbesteck und andere Gegenstände aus Silber. Entscheidend für den Wert sind zunächst Gewicht und Feingehalt. Bei Münzen, Medaillen und einzelnen älteren Silbergegenständen kann jedoch auch ein Wert über dem reinen Silberpreis hinaus bestehen.
Gerade bei geerbten Beständen sollte deshalb nicht vorschnell nur nach Gewicht gerechnet werden. Wir prüfen, welche Stücke als Handels- oder Sammlerware einzustufen sind und welche tatsächlich nach ihrem Silberwert bewertet werden.

Schmelzware oder Handelsware?
Nicht alles, was aus Silber besteht, wird beim Ankauf ausschließlich nach Gewicht und Feingehalt bewertet. Grundsätzlich ist zwischen Schmelzware und Handelsware zu unterscheiden.
Als Schmelzware bezeichnet man Silbergegenstände, deren Wert im Wesentlichen durch den enthaltenen Edelmetallanteil bestimmt wird. Dazu gehören beispielsweise beschädigter Silberschmuck, Teile unvollständiger Bestecke oder andere Silbergegenstände, für die kein nennenswerter Markt über den Materialwert hinaus besteht. Für die Bewertung sind dann Gewicht, Silbergehalt und der aktuelle Silberpreis maßgeblich.
Anders sieht es bei Handelsware aus. Gut erhaltene Silberbarren und gängige Anlagemünzen lassen sich in der Regel wieder direkt handeln und müssen nicht eingeschmolzen werden. Auch bei älteren Münzen und Medaillen kann der Handels- oder Sammlerwert deutlich über dem reinen Silberwert liegen. Hier wäre es falsch, den Wert lediglich anhand von Gewicht und Feingehalt zu berechnen.
Auch bei Silberbesteck und anderen älteren Silbergegenständen lohnt sich mitunter ein genauerer Blick. Alter, Hersteller, Gestaltung und Erhaltung können eine Rolle spielen. Allerdings bedeutet ein hohes Alter nicht automatisch einen hohen Sammlerwert.
Beim Ankauf prüfen wir deshalb zunächst, ob Silber als Handels- oder Sammlerware verwertet werden kann. Erst wenn dies nicht der Fall ist, steht der reine Materialwert im Vordergrund.
Wie erkennt man echtes Silber?
Silbergegenstände sind in der Regel mit einer Punze versehen, die Auskunft über den Feingehalt gibt. Häufig findet man beispielsweise die Zahlen 800, 835, 900 oder 925. Eine Punze 800 bedeutet, dass der Gegenstand zu 800 Tausendteilen, also zu 80 Prozent, aus Silber besteht. Bei 925 handelt es sich um sogenanntes Sterlingsilber mit einem Silberanteil von 92,5 Prozent.
Nicht jede Zahl auf einem Besteckteil bedeutet jedoch, dass es sich um massives Silber handelt. Gerade die häufig vorkommenden Kennzeichnungen 90 oder 100 stehen in aller Regel für versilbertes Besteck. Dabei besteht der Gegenstand aus einem unedlen Grundmetall, das lediglich mit einer dünnen Silberschicht überzogen wurde. Der Materialwert ist deshalb wesentlich geringer als bei massivem Silberbesteck.
Bei älteren Stücken finden sich außerdem Herstellerzeichen, Stadtmarken oder andere Punzen, aus denen sich Herkunft und Alter bestimmen lassen. Solche Gegenstände sollte man nicht allein aufgrund ihres Gewichts beurteilen, da insbesondere ältere oder handwerklich interessante Stücke auch einen Wert über den reinen Silbergehalt hinaus haben können.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um massives Silber, versilberte Ware oder einen möglicherweise interessanten älteren Gegenstand handelt, sollte das Stück zunächst geprüft werden.
Silberpunze 800 mit Halbmond und Krone auf einem Besteckteil der Firma Robbe & Berking
Silberbesteck verkaufen
Silberbesteck gehört zu den häufigsten Silbergegenständen, die uns aus Nachlässen und Haushaltsauflösungen angeboten werden. Bei massivem Silber sind für den Wert zunächst Silbergehalt und Gewicht maßgeblich. Bei älteren oder besonders hochwertigen Bestecken können jedoch auch Hersteller, Gestaltung, Alter und Vollständigkeit eine Rolle spielen.
Bei der Ermittlung des Silberwertes kann das Gesamtgewicht allerdings täuschen. Messer bestehen beispielsweise nicht vollständig aus Silber. Die Klingen sind gewöhnlich aus Stahl, die Griffe können mit anderen Materialien gefüllt sein. Auch andere Besteck- und Gebrauchsgegenstände können Teile enthalten, die bei der Berechnung des reinen Silbergewichts berücksichtigt werden müssen.
Besteckkästen sollten vor einer Bewertung möglichst vollständig belassen werden. Es ist nicht sinnvoll, einzelne Teile vorab auszusortieren oder anhand des Gesamtgewichts selbst einen Silberwert zu errechnen. Bei der Prüfung lässt sich feststellen, ob ein Besteck überwiegend nach seinem Materialwert zu bewerten ist oder ob eine anderweitige Verwertung sinnvoller ist.
Silberbarren und Anlagesilber verkaufen
Silberbarren und gängige Anlagemünzen werden im Gegensatz zu vielen anderen Silbergegenständen in der Regel nicht als Schmelzware, sondern als unmittelbar handelbares Anlagesilber angekauft. Voraussetzung ist, dass es sich um marktgängige Stücke handelt und Gewicht, Feingehalt und Herkunft eindeutig feststellbar sind.
Bei Silberbarren finden sich neben dem Gewicht üblicherweise Angaben zum Feingehalt, häufig 999 oder 999,9, sowie der Hersteller. Barren bekannter Hersteller und in üblichen Größen lassen sich problemlos wieder handeln. Beschädigungen oder eine angelaufene Oberfläche sind dabei nicht ohne Weiteres mit einer Beschädigung bei einer Sammlermünze vergleichbar, da der Wert in erster Linie vom enthaltenen Silber bestimmt wird.

Degussa Silberbarren 500 Gramm
Aufgrund der charakteristischen Gießform auch "Sargbarren" genannt.
Ähnliches gilt für bekannte Silber-Anlagemünzen wie Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, American Silver Eagle, Kookaburra oder Britannia. Ihr Wert orientiert sich wesentlich am aktuellen Silberpreis; einzelne Ausgaben können allerdings auch mit einem Aufschlag gehandelt werden. Deshalb sollte auch bei Anlagemünzen nicht automatisch jede Münze nur nach Gewicht bewertet werden.
Bei größeren Beständen aus Silberbarren und Anlagemünzen kann sich aufgrund des erheblichen Gewichts schnell ein beträchtlicher Wert ergeben. Für den Ankauf ist deshalb nicht irgendein historischer Silberkurs maßgeblich, sondern der aktuelle Marktpreis zum Zeitpunkt der Bewertung.
Silberschmuck und sonstiges Silber
Auch alter oder beschädigter Silberschmuck kann einen erheblichen Materialwert besitzen. Für den Ankauf ist zunächst der Feingehalt des Silbers maßgeblich, der bei Schmuck häufig durch Punzen wie 800, 835, 925 oder 935 angegeben ist. Bei Schmuckstücken mit Steinen, Perlen oder anderen Materialien kann allerdings nicht das gesamte Gewicht als Silbergewicht angesetzt werden.
Neben Schmuck und Besteck finden sich in Haushalten zahlreiche weitere Gegenstände aus Silber: etwa Schalen, Becher, Leuchter, Dosen, Serviettenringe, Zigarettenetuis oder Teile von Kaffee- und Teeservices. Auch hier geben vorhandene Punzen häufig einen ersten Hinweis auf den Silbergehalt.
Gerade bei solchen Gegenständen sollte man jedoch nicht vorschnell vom Silbergewicht auf den Wert schließen. Ältere Arbeiten namhafter Hersteller, kunsthandwerklich interessante Stücke oder seltene Objekte können als Handels- oder Sammlerware mehr wert sein als das darin enthaltene Silber. Andererseits sind manche scheinbar schweren Silbergegenstände nicht massiv gearbeitet oder enthalten Füllungen und andere Materialien.
Auch beschädigte, unvollständige oder nicht mehr verwendbare Silbergegenstände sollten deshalb nicht weggeworfen werden. Selbst wenn kein darüber hinausgehender Handelswert vorhanden ist, bleibt bei echtem Silber der entsprechende Materialwert.
Wie läuft der Silberankauf ab?
Wenn Sie Silber verkaufen möchten, können Sie uns zunächst telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Bei kleineren Mengen ist eine erste Einschätzung häufig anhand einiger Fotos und Angaben zu Gewicht, Punzen und Art der Gegenstände möglich. Bei größeren Beständen können wir gemeinsam besprechen, wie eine Bewertung am sinnvollsten durchgeführt wird.
Bei der Prüfung wird zunächst festgestellt, um welche Art von Silber es sich handelt und welchen Feingehalt die Stücke besitzen. Anschließend wird unterschieden, ob die Gegenstände als Handels- oder Sammlerware weiterverkauft werden können oder ob für die Bewertung im Wesentlichen der Silberwert maßgeblich ist.
Silberbarren und marktgängige Anlagemünzen lassen sich meist unmittelbar anhand des aktuellen Marktes bewerten. Bei Silberbesteck, Schmuck, Medaillen, älteren Münzen und anderen Silbergegenständen kann dagegen eine genauere Prüfung erforderlich sein.
Wenn wir uns über den Preis einig sind, kaufen wir die angebotenen Stücke direkt an. Bei umfangreicheren oder wertvollen Beständen ist nach vorheriger Absprache auch eine Besichtigung bei Ihnen möglich.