Schilling-Münzen aus Österreich verkaufen



Österreich: 1 Krone Fr. Joseph 1914 und der erste Schilling von 1924 mit Parlamentsgebäude
Österreichische Schilling-Gedenkmünzen wurden über viele Jahrzehnte gesammelt und sind heute häufig Bestandteil größerer Münzsammlungen und Nachlässe. Besonders verbreitet sind die Gedenkmünzen zu 25, 50, 100 und 500 Schilling. Viele dieser Ausgaben wurden in Silber geprägt; daneben gibt es auch österreichische Goldmünzen.
Der Wert einer Schilling-Münze hängt nicht allein vom aufgeprägten Nominal ab. Entscheidend sind unter anderem Jahrgang, Material, Erhaltung und Seltenheit. Bei häufigeren Silbermünzen spielt zudem der aktuelle Silberpreis eine wesentliche Rolle.
Der österreichische Schilling
Der Schilling war ursprünglich die germanische Bezeichnung für den spätrömischen und byzantinischen Solidus. Die als Schmuck getragenen Münzen wurden als "Skilligs" bezeichnet, nach dem germanischen "Skildulingaz" (in der Art eines Schildes).
Auch in Teilen Deutschlands konnte man vom 16. bis zum 19. Jahrhundert mit Schilling bezahlen, so in Hamburg, Lübeck, Mecklenburg, Schleswig Holstein und Württemberg. Die letzten Schillinge wurden 1862 in Hamburg geprägt. Auch aus der Schweiz, Großbritannien, Polen, Dänemark, Norwegen und Schweden kennen wir Schillinge als Zahlungsmittel. Bis heute ist der Schilling die Währung in Kenia, Uganda, Tansania und Somalia.


Österreichisches Hauptmünzamt Wien Medaille 1980
Der Schilling wurde 1925 im Zuge einer Währungsreform eingeführt und löste die durch die Inflation stark entwertete österreichische Krone ab. Ein Schilling entsprach 100 Groschen; für einen Schilling wurden 10.000 alte Kronen umgetauscht.
Von 1938 bis 1945 war der Schilling durch die Reichsmark ersetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wieder österreichische Währung und blieb dies bis zur Einführung des Euro. Der festgelegte Umrechnungskurs betrug 13,7603 Schilling für einen Euro.
Neben den Kursmünzen gab die Republik Österreich zahlreiche Gedenkmünzen heraus. Besonders die Silber-Gedenkmünzen wurden über Jahrzehnte von Sammlern gesammelt.


4 Dukaten Franz Joseph offizielle Nachprägung des Jahrgangs 1915
25 Schilling Gedenkmünzen aus Österreich
25 Schilling Gedenkmünzen Österreichs gehören zu den klassischen Silber-Gedenkmünzen der Zweiten Republik. Sie finden sich heute häufig einzeln, in Münzkassetten oder als umfangreichere Jahrgangssammlungen.
Für die Bewertung einer Sammlung ist es sinnvoll, die Münzen zunächst in ihrer vorhandenen Ordnung zu belassen. Jahrgänge, Erhaltung und Vollständigkeit lassen sich so leichter beurteilen.
50 Schilling Silbermünzen
Auch die 50 Schilling Gedenkmünze sind ein typischer Bestandteil österreichischer Münzsammlungen. Wer eine größere Zahl dieser Münzen verkaufen möchte, sollte nicht nur einzelne vermeintlich wertvolle Stücke heraussuchen, sondern die Sammlung möglichst vollständig vorlegen.
100 Schilling Gedenkmünzen
Die 100 Schilling-Münzen Österreichs wurden mit zahlreichen unterschiedlichen Motiven ausgegeben und sind ebenfalls häufig in Sammlungen vertreten. Für ihren Wert sind neben Ausgabe und Erhaltung insbesondere das verwendete Material und bei Silberausgaben der jeweilige Edelmetallgehalt von Bedeutung.
Neben den Gedenkmünzen existieren auch österreichische Goldmünzen zu 25 und 100 Schilling. Diese sollten bei einer Bewertung von den gewöhnlichen Gedenkmünzen unterschieden werden.
500 Schilling Gedenkmünzen
Die 500 Schilling-Gedenkmünzen gehören zu den höheren Nominalen der österreichischen Schillingzeit. Auch sie werden häufig zusammen mit 25-, 50- und 100-Schilling-Münzen angeboten. Bei umfangreicheren Beständen ist eine gemeinsame Bewertung der gesamten Sammlung sinnvoller als die isolierte Betrachtung einzelner Münzen.
Was sind österreichische Schilling-Münzen wert?
Eine pauschale Wertangabe für Schilling-Münzen ist nicht möglich. Zwei Münzen mit demselben Nominal können je nach Ausgabe, Material und Erhaltung unterschiedlich zu bewerten sein.
Bei der Beurteilung einer Sammlung sind insbesondere folgende Punkte wichtig:
- Nominal und Jahrgang
- Silber- oder Goldgehalt
- Erhaltungszustand
- Seltenheit und Auflage
- Vollständigkeit einer Sammlung
- aktueller Edelmetallpreis
Bei häufig vorkommenden Silber-Gedenkmünzen kann der Materialwert einen wesentlichen Teil des Wertes ausmachen. Seltenere Ausgaben und besonders gut erhaltene Münzen können dagegen einen zusätzlichen Sammlerwert besitzen.
Münzen sollten vor einer Bewertung keinesfalls gereinigt, poliert oder auf andere Weise behandelt werden. Eine Reinigung kann die ursprüngliche Oberfläche verändern und den Sammlerwert beeinträchtigen.
Weitere Gold- und Silbermünzen aus Österreich
Neben den Schilling-Gedenkmünzen gibt es zahlreiche weitere österreichische Münzen, die für Sammler und Anleger interessant sind. Dazu gehören historische und moderne Goldmünzen ebenso wie der Maria-Theresien-Taler und die bekannten Anlagemünzen der Münze Österreich.
Auf meiner Homepage finden Sie hierzu eigene Informationen über:
- Dukaten Österreich
- Kronen/Corona
- 2 Schilling (Doppelschillinge)
- Florin Goldmünzen
- Maria Theresia Taler
- 1000 Schilling und Babenberger
- Wiener Philharmoniker in Gold und Silber
- 25 Euro Niob
- österreichische Euro-Gedenkmünzen
Österreichische Münzsammlung verkaufen
Seit rund 35 Jahren beschäftige ich mich beruflich mit Münzen und Münzsammlungen. Wenn Sie österreichische Schilling-Münzen oder eine umfangreichere Sammlung verkaufen möchten, können Sie mir zunächst telefonisch oder per E-Mail einige Angaben zum Bestand machen.
Hilfreich ist beispielsweise, welche Nominale vorhanden sind und ob es sich um einzelne Münzen, komplette Jahrgänge oder eine über viele Jahre aufgebaute Sammlung handelt. Münzkassetten, Originalverpackungen, Rechnungen, Zertifikate und andere Unterlagen sollten Sie zunächst bei der Sammlung belassen.
Bei umfangreichen oder hochwertigen Münzsammlungen ist nach vorheriger Absprache auch eine Bewertung und gegebenenfalls ein Ankauf bei Ihnen vor Ort möglich.
Wenn Sie sich für die Münzen Österreichs interessieren, empfehlen wir folgende weiterführende Literatur:
Frühwald, Winfried: Die Münzen des Kaisertums Österreich 1806-1918. Salzburg 2011.
L. Herinek: Österreichische Münzprägungen, Wien 1972.
Christine Steyrer: ANK-Muenzkatalog Österreich. Alle Muenzen ab 1745 bis heute. Banknoten ab 1759. Austria Netto.
P. Jäckel: Die Münzprägungen des Hauses Habsburg 1780-1918 und der Republik Österreich seit 1918. Basel, 1970.
Kodnar/Künstler: Katalog der österrechischen Banknoten ab 1759. Selbstverlag 2010.
Aichholz/Loehr/Holzmair: Österreichische Münzprägungen 1519-1938, Wien, 1948.