Euro Starterkits

Deutsches Euro-Starterkit 2001 und rechts die Sonderausgabe der Frankfurter Sparkasse mit Aufkleber zur Ausgabe um Mitternacht am 17. Dezember 2001.
Um die Bevölkerung mit den neuen Euromünzen vertraut zu machen, gaben Banken und Sparkassen in Deutschland ab dem 17. Dezember 2001 die sogenannten Starterkits heraus. Das deutsche Starterkit enthielt 10,23 Euro. Für 20 DM erhielt man zwei Zwei-Euro-Münzen, drei Ein-Euro-Münzen, vier 50- und 20-Centmünzen, drei-10-Cent-Münzen, zwei Fünf-Cent-Münzen und ein Zwei- und Ein-Cent-Stück. Insgesamt also 10,23 Euro, entsprechend dem Umrechnungskurs 1 DM = 0,511292 EUR. Die Auflage der deutschen Starterkits betrug über 53 Millionen Exemplare. Aufgrund der großen Stückzahl wird bis heute kaum ein Sammleraufschlag für unversehrte Tüten gezahlt. Die Frankfurter Sparkasse hatte sich für den Erstausgabetag der ersten deutschen Euromünzen in Starterkits etwas Besonderes einfallen lassen: Bereits um 0.00 in der Nacht wurde der Kassenschalter geöffnet und zur Freude der Sammler und Neugierigen die original Starterkits ausgegeben. Sie wurden wie oben auf dem Bild zu sehen, mit einem zusätzlichen Aufkleber versehen, der auf die frühe Ausgabe hinweist.
Auch die übrigen Teilnehmerländer haben vor der Euroeinführung Starterkits herausgegeben, zum Teil mit deutlich niedrigeren Auflagen von nur einigen 100000 Stück, die deutliche Wertsteigerungen erfahren haben. Da jedoch nicht die Münzen, sondern eher die Umverpackung den Wert der Starterkits ausmacht, gibt es bei den selteneren Ausgaben auch zahlreiche Fälschungen.

Euro Starterkit von Malta. Auflage: 330000 Stück. 5 Maltesische Lira = 11,65 Euro.

Euro Starterkit von Griechenland. Auflage: 3 Millionen Stück. 5000 Griechische Drachmen = 14,64

Euro Starterkit von Monaco. Auflage nur 51200 Stück. 100 Francs = 15,25 Euro.
Das Starterkit von Monaco gehört wie auch die 2-Euro-Gedenkmünzen des Kleinstaates zu den wertvollsten der Eurozone. Da auch die Kursmünzen der ersten Jahre von Monaco sehr gesucht sind, wurden viele Starterkits geöffnet und die entnommenen Münzen, als Kursmünzen-Sätze zusammengestellt, einzeln verkauft. So ließen sich aus jedem Starterkit allein schon 4 komplette Kursmünzensätze von 1 Cent bis 2 Euro zusammenstellen.
Starterkits waren nicht nur für Sammler und Privatleute gedacht.

Belgisches Euro-Starterkit für Geschäftsleute mit Münzrollen.
Während Privatpersonen in Belgien ein kleines Starterkit im Wert von 12,40 Euro erhielten, mussten Händler zum Jahreswechsel 2001/2002 natürlich mit erheblich mehr Wechselgeld ausgestattet werden. Für sie gab es deshalb ein besonderes Starterkit mit Münzrollen im Gesamtwert von 240 Euro. Es enthielt mindestens eine Rolle jeder Stückelung. Insgesamt waren 700.000 dieser Händlerpakete vorgesehen.

Spanisches Euro-Starterkit für Geschäftsleute.
Neben dem normalen Starterkit für die Bevölkerung mit 43 Münzen im Wert von 12,02 Euro gab Spanien auch wesentlich größere Startpakete für den Handel aus. Diese enthielten 123 Münzen im Wert von 30,41 Euro beziehungsweise 5.060 Peseten. Die Geschäftsleute sollten damit zum Beginn der Euro-Bargeldeinführung über genügend Münzen verfügen, um ihren Kunden Wechselgeld in der neuen Währung herausgeben zu können.
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