Die Złotych - Münzen von Polen

Polen Stanislaus Augustus Poniatowski 1 Taler 1776Polen Stanislaus Augustus Poniatowski  Taler 1776
Stanislaus Augustus Poniatowski 1 Taler 1776
Umschrift Vorderseite: STANISLAUS AUGUSTUS D. G. REX POL. M. D. LITU. Rückseite:X EX MARCA PURA – COLONIEN 1776 
Münzzeichen "EB" - Ephraim Brenn (Deutscher Münzmeister in Warschau)
Stanisław II. August, eigentlich Stanisław Antoni Poniatowski, geboren am 17. Januar 1732 in Wołczyn, Polen-Litauen; gestorben am 12. Februar 1798 in Sankt Petersburg, Russisches Kaiserreich, wurde 1764 mit Unterstützung der russischen Kaiserin Katharina der Großen zum König von Polen und Großfürsten von Litauen gewählt. Er regierte bis 1795 und war der letzte gewählte polnische König.

Der Złoty ist die Währung der Republik Polen. Ein Złoty ist in 100 Groszy unterteilt. Etymologisch kommt das Wort vom  polnischen Adjektivs złoty „golden“, ähnlich wie der niederländischen Gulden von "golden", während die grosz Untereinheit vom österreichischem Groschen herrührt.

August III. 1/3 Taler 1751 König von PolenAugust III. König von Polen 1/3 Taler 1751
August III. 1/3 Taler 1751
Umschrift Vorderseite: D: G: FRID: AUGUST: REX POLONIARUM Rückseite: DUX SAX: I: C: M: A: & W: S: R: I: ARCH: & EL: 1751
F. W. ô. F. ist das Zeichen des Dresdner Münzmeisters Friedrich Wilhelm ô Feral
Friedrich August II., geboren am 17. Oktober 1696 in Dresden; dort gestorben am 5. Oktober 1763, wurde 1733 nach dem Tod seines Vaters, August des Starken Kurfürst und Herzog von Sachsen und als August III. auch König von Polen und Großherzog von Litauen. 

Die polnische Münzgeschichte kann man in folgende Zeitabschnitte unterteilen:
Die erste Republik der Polnischen Krone, das Königreich Polen umfasst den Zeitraum 1569 bis 1759. 
1795–1914: Fremdherrschaft (Herzogtum Warschau, Kongresspolen, Republik Krakau und Großherzogtum Posen)
1914–1918: Polen im Ersten Weltkrieg
1918–1939: Zweite Republik
2. Weltkrieg und deutsche Besetzung
Polnische Volksrepublik und Dritte Republik

Im späten Mittelalter wurde der Name Zloty für alle Arten ausländischer Goldmünzen verwendet, die in Polen im Umlauf waren, insbesondere für venezianische und ungarische Dukaten. Da der Silbergehalt des Grosz sich änderte, wurde die Unterteilung des Zloty mehrmals angepasst. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war 1 Złoty 32 Grosz wert. Mitte des gleichen Jahrhunderts waren es 50 Grosz. Während der Herrschaft von Sigismund III (1587-1632) war ein Złoty 90 Grosz wert.
Nach der von König Stanisław II. durchgeführten Währungsreform zur Vereinfachung des Währungssystems wurde der Złoty zur offiziellen Währung Polens mit einem Wechselkurs von 1 Złoty zu 30 Kupfergroszy. Basierend auf der Kölner Mark mit 233,8 Gramm Feinsilber, die in 10 Konventionsthaler des Heiligen Römischen Reiches unterteilt waren, war 1 Taler nun 8 Złoty wert und 1 Złoty 4 Silber-Grosz. Das System war bis 1787 in Kraft.
Auch nach der dritten Teilung Polens 1795 blieb der Złoty im Umlauf. Im Herzogtum Warschau waren Münzen in Grosz, Złoty und Talar im Wert von 6 Złoty im Umlauf. 

Nikolaus I. von Russland, 1825-1855, 10 Zlotych =1 1/2 Rubel 1837Nikolaus I. von Russland, 10 Zlotych =1 1/2 Rubel 1837
Polen unter russischer Herrschaft: Nikolaus I. von Russland, 1825-1855, 10 Zlotych =1 1/2 Rubel 1837

Im Kongresspolen prägte die  Warschauer Münze Złoty-Münzen bis 1841, als ein fester Wechselkurs zwischen der polnischenund der russischen Währung zum Wechselkurs von 0,15 Rubel pro 1 Złoty festgelegt wurde. Nach dem gescheiterten Januaraufstand von 1863 wurde das polnische Währungssystem von den Russen verboten und mit dem des Russischen Reiches vereinheitlicht. Insbesondere die polnischen Goldmünzen waren jedoch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Umlauf. In dieser Zeit begann die Republik Krakau, ihre eigene Währung, den Krakauer Złoty einzuführen. 
Nach der Besetzung Kongresspolens durch Deutschland während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917 wurde der Rubel durch die Marka (Plural Marki und Marek ) ersetzt, wobei 100 Fenigow = 1 Marka.

20 Zlotych 1925. 900 Jahre Polen - Boleslaw Chrobry20 Zloty 1925. 900 Jahre Polen - Boleslaw Chrobry
20 Zlotych 1925. 900 Jahre Polen - Boleslaw Chrobry
6,45 Gramm AU 900/1000 (5,8 Gramm fein) Durchmesser 21 mm
Bolesław der Tapfere( polnisch: Bolesław Chrobry geboren 967, gest. 17. Juni 1025, seltener bekannt als Bolesław der Große, war von 992 bis 1025 Herzog von Polen und 1025 der erste König von Polen.

Nach dem des Ersten Weltkriegs und den Währungsturbulenzen der Inflation wurde 1924 der Złoty erneut eingeführt.
Während der deutschen Bestzung im 2. Weltkrieg (Generalgouvernement) wurden polnische auf Zloty lautende Banknoten überstempelt.
Nach dem Kriegsende 1945 kam es im neuen Polen zu einer starken Inflation, so dass die Münzen aus dem Alltag verschwanden und man nur noch mit Banknoten bis zu 1000 Złoty bezahlte. Nach mehreren Währungsreformen so 1949 und 1995 wurde die polnische Währung stabilisiert und erlebte nach dem Beitritt Polens zur EU am 1. Mai 2004 eine außerordentliche Aufwertung. Schon in den 70er Jahren startete die polnische Münze ein Programm mit 100-Złoty-Sammlermünzen in Silber, das bis heute in großer Vielfalt fortgesetzt wird.


10 Zlotych 1933 Polonia Gewicht 22 Gramm Silber 750/1000 (16,5 Gr. fein) Durchmesser 33 mm
Am 29. August 1932 auf Erlass des Finanzministers Jan Piłsudski in Umlauf gebracht und zurückgezogen am 22. November 1939  aufgrund der Verordnung der Reichsminister für Wirtschaft, Finanzen und Inneres, wonach in der Zweiten Polnischen Republik in Silber geprägte Münzen gegen Papiergeld eingetauscht werden mussten. (Generalgouvernement). Die 10 Zlotys Polonia wurde nur in den Jahren 1932 und 1933 in den Münzstätten Warschau und London geprägt.


10 Zlotych 1939 Józef Piłsudski Gewicht 22 Gramm Silber 750/1000 (16,5 Gr. fein) Durchmesser 33 mm. Zurückgezogen 1939, wie Polonia.
Józef Piłsudski, geboren am 5. Dezember 1867 in Zułowo bei Wilna, Russisches Kaiserreich, gestorben am 12. Mai 1935 in Warschau, war ein polnischer Militär, Politiker und Staatsmann, der gegen die russische Herrschaft in Polen kämpfte. Als Marschall der Zweiten Polnischen Republik regierte er von 1926 bis zu seinem Tod 1935.

100 Zloty 1966 Mieszko und Dąbrówka - 1000 Jahre Polen100 Zlotych 1966 Mieszko und Dąbrówka - 1000 Jahre Polen
100 Zloty 1966 Mieszko und Dąbrówka - 1000 Jahre Polen - Durchmesser 35 mm, 20 Gramm Silber 900/1000
In der Mitte befindet sich ein Emblem - ein Adler ohne Krone, unter den Krallen das Münzzeichen von Warschau. Die Inschrift "POLSKA RZECZPOSPOLITA LUDOWA 1966", umgeben von den Wappen der 17 Provinzen, gemäß der damaligen Verwaltungsteilung des Landes. Vorderseite: Mieszko und Dąbrówka, die als erstes Herrscherpaar des heutigen Polen gelten. Der Prinz hält einen Schild mit Adler in der linken und ein Schwert in der rechten Hand. Darunter die Inschrift "MIESZKO UND DĄBRÓWKA" links darunter die Aufschrift "J. GOSŁAWSKI" als Medailleur. Die Umschrift lautet: „TYSIĄCLECIE PAŃSTWA POLSKIEGO” 

2000 Zlotych 1977 Fryderyk Chopin 1810 - 1849 Gold2000 Zlotych 1977 Fryderyk Chopin 1810 - 1849
2000 Zlotych 1977 Fryderyk Chopin 1810 - 1849 - 8 Gramm AU 900/1000 Durchmesser 21 mm

Polen 1000 Zlotych 1986 Steinkauz SilberPolen 1000 Zlotych 1986 Steinkauz
1000 Zlotych 1986 Steinkauz ochrona środowiska (Umweltschutz Artenschutz) Silber 16,5 Gramm 750/1000 Durchmesser 32 mm

Die polnischen Gedenkmünzen werden von der Narodowy Bank Polski (NBP), der Polnischen Nationalbank herausgegeben. Hier erhalten Sie auch Informationen über aktuelle und zukünftige Gedenkmünzenserien.

Wenn Sie sich für die polnische Münzgeschichte oder polnische Münzen interessieren, empfehlen wir folgende weiterführende Literatur:

- Marian Gumowski: Handbuch der polnischen Numismatik. Graz Akademische Druck- und Verlagsanstalt, 1960.
- Czeslaw Kaminski: Ilustowany Katalog Monet Polskich 1916 - 1975. Wydanie IV. poprawione i uzupelnione.
Warschau 1976
- Helmut Kahnt: Die MünzenAugusts des Starken : 1694-1733. Battenberg 2009.
- Janusz Parchimowicz: Katalog Monet Polskich. Obiegowych I Kolekcjonerskich od 1916. Szechin, 2003.

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Bitte nehmen Sie per oder Telefon (0571/25343) Kontakt mit uns auf, wenn Sie Ihre Münzensammlung oder Briefmarkensammlung verkaufen möchten. Es ist bestimmt möglich, in absehbarer Zeit einen Besichtigungstermin bei Ihnen vor Ort zu vereinbaren. Die Bewertung Ihrer Münzen ist kostenlos und unverbindlich. Wir kaufen auch Ihre Kursmünzen und Medaillen. Ankauf bis zur Bedarfsdeckung.
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