Umtausch alter DM Münzen und Scheine in Euro bei der Bundesbank/Landeszentralbank

LZB ehemalige Bundebankfiliale Minden
Die ehemalige Bundesbankfiliale in Minden
Foto: Per Horstmann

Bei der Bundesbank erhalten Sie für 5 und 10 DM in Silber nur den Nominalwert. Bei uns erhielten Sie z. B. am 28.2.2012 für
5 DM in Silber = 4,20 Euro und für 10 DM = 5,81 Euro.

Der Ankaufskurs von heute richtet sich nach dem aktuellen Silberpreis. Wir tauschen Ihnen auch alle andere DM Münzen und Scheine um.

D-Mark Münzen und Scheine Umtausch

Alte D-Mark-Münzen und -Scheine können weiterhin bei der Bundesbank in Euro umgetauscht werden. Diese gibt aber nur den Kurswert, welcher beispielsweise bei Gedenkmünzen meist unter dem Material- beziehungsweise Sammlerwert liegt. Es ist also bei Sonderprägungen aus Silber ratsam, diese an einen Münzhändler zu verkaufen, hier erhalten Sie mindestens den Materialwert. Die Bundesbank betreibt keinen Sortenhandel, ausländische Währungen können hier nicht gekauft oder verkauft werden.
Die deutsche Bundesbank ist die einzige Institution, bei der die restlichen D-Mark-Bestände noch nach traditionellem Verfahren eingetauscht werden können. Der offizielle Umtauschkurs ist 0,511292 Euro für 1 DM bzw. 1,95583 DM für einen Euro.
Bei Sonderprägungen empfiehlt es sich, die Münzen bei einem Münzhändler zu verkaufen. Interessant sind hierbei die 5- und 10-D-Mark-Silbermünzen, die in hoher Auflage von der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben wurden. Durch die hohe Auflage haben die wenigsten dieser Münzen einen Sammlerwert. Zwischen 1987 und 1998 wurden 38 verschiedene Münzen zu zehn D-Mark geprägt, 29 davon aus 625er Silber. Von 1998 an war die Legierung aus 925/1000 Silber (Sterlingsilber).

5 DM Germanisches Museum5 DM Germanisches Museum 19525 DM Archäologisches Institut5 DM Archäologisches Institut 1979
Die erste und die letzte 5 DM Silbergedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland
Germanisches Nationalmuseum 1952 und Archäologisches Institut 1979.

Münzen aus einer D-Mark Sammlung, die einen hohen Sammlerwert haben und daher keinesfalls bei der Bundesbank umgetauscht werden sollten: 

5 D-Mark Gedenkmünzen:
1953 Germanisches Nationalmuseum
1955 Friedrich Schiller, 150. Todestag
1955 Ludwig Wilhelm Markgraf von Baden, 300. Geburtstag
1957 Joseph Freiherr von Eichendorff, 100. Todestag
1964 Johann Gottlieb Fichte, 150. Todestag

Kursmünzen:
1958 5 D-Mark Kursmünze: Silberadler 1958 J
1950 50 Pfennig Bank deutscher Länder
1995 Münzen aus den Kursmünzensätzen in stempelglanz (st) und polierter Platte (PP)

Der Umtausch bei der Landeszentralbank ist kostenlos, allerdings ist es notwendig, persönlich in einer Filiale der Bundesbank zu erscheinen, von denen es bundesweit 47 Stück gibt. Neun dieser 47 Filialen sind Hauptverwaltungen der Bundesbank, die ehemaligen Landeszentralbanken (LZB). Ursprünglich war eine Landeszentralbank eine unabhängige Bank, die von 1948 bis 1957 zusammen mit der „Bank deutscher Länder“ ein zweistufiges Bankensystem bildete. Dieses wurde von den westlichen Besatzungsmächten eingeführt und war nach dem Vorbild des amerikanischen Bankensystems streng föderal aufgebaut. Die Landeszentralbanken verloren schon 1957 durch die Einführung der Bundesbank ihre Unabhängigkeit und sind seitdem Hauptverwaltungen, bis zur Strukturreform der Bundesbank im Jahr 2002 behielten sie allerdings den Namen Landeszentralbank.

Der 3. Paragraph des Bundesbankengesetzes definiert das Aufgabenfeld der Bundesbank. Dort ist als Hauptaufgabe die Sicherung der Preisniveaustabilität ausgegeben, welche essentiell für das Wirtschaftssystem ist. Daneben fungiert sie als Notenbank und Bank der Banken, des Staates und des öffentlichen Sektors. Darüber hinaus übernimmt sie in Kooperation mit der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) die Bankenaufsicht und verwaltet die Währungsreserven.
In ihrer Funktion als Notenbank überwacht sie den Fluss des Geldes, beschlagnahmt Falschgeld und tauscht alte DM-Bestände und zerstörte Banknoten um.
Als Bank der Banken gewährleistet die Bundesbank Kreditinstituten, ihren Bedarf an Bargeld decken zu können. Bis 1998 war die Bundesbank damit vertraut, die Geldmenge zu steuern und so die Stabilität des Preisniveaus zu sichern, dies ist seit 1999 Aufgabe der Europäischen Zentralbank.
Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen haben Guthabenkonten bei der Bundesbank, daher ist sie die Bank des Staates und des öffentlichen Sektors. Allerdings ist es der Bundesbank untersagt, öffentlichen Behörden Kredite zu gewähren.
In der Bankenaufsicht übernimmt sie die Rolle des Überwachers, sie prüft also die Jahresabschlussberichte der Kreditinstitute und wertet deren wirtschaftliche Lage. Den exekutiven Teil übernimmt dabei die BaFin.
Eine weitere zentrale Aufgabe ist das Verwalten der Währungsreserven, also des Gegenwerts zum Euro. Dieser besteht unter anderem aus Goldreserven, Wertpapieren und ausländischen Währungen.
Nach Stand vom November 2010 besitzt die Bundesbank 3.401,8 Tonnen Gold im Wert von circa 140 Milliarden Euro, nur die Vereinigten Staaten von Amerika haben größere Goldreserven.
Trotz Kritik von Wirtschaftswissenschaftlern hält die Bundesbank an ihren Goldreserven fest, da nationale Goldreserven das Vertrauen in die Währung und die Stabilität derselben sicherten.

Bis 2006 unterhielt die Bundesbank auch eine Filiale in Minden, welche fälschlicherweise als Landeszentralbank bezeichnet wurde. Tatsächlich handelte es sich aber lediglich um eine Filiale, die der Landeszentralbank in Düsseldorf untergeordnet war. Seit 1997 befand sich die Mindener Filiale in einem Neubau am Marienwall.
2002 beschloss die Bundesbank im Zuge von Sparmaßnahmen, die Mindener Filiale im Jahr 2006 zu schließen. Insgesamt nutzte die Bundesbank den rund 25 Millionen Euro teuren Bau also nur neun Jahre.
Nach der Schließung ist das Einzugsgebiet der Mindener Filiale in das der Bielefelder Filiale übergegangen.

 

Standorte der Bundesbank befinden sich in (Stand 2012):

Baden Württemberg: Freiburg, Karlsruhe, Reutlingen, Stuttgart, Ulm, Villingen-Schwenningen
Bayern: Augsburg, Bayreuth, München, Nürnberg, Regensburg, Würzburg
Berlin und Brandenburg: Berlin, Cottbus
Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: Bremen. Göttingen, Hannover, Magdeburg, Oldenburg, Osnabrück
Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein: Flensburg, Hamburg, Kiel, Lübeck,
Neubrandenburg, Rostock
Hessen: Frankfurt am Main, Gießen, Kassel
Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Hagen,
Köln
Rheinland-Pfalz und Saarland: Ludwigshafen, Mainz, Koblenz, Saarbrücken
Sachsen und Thüringen: Chemnitz, Dresden, Erfurt, Leipzig, Meiningen

Weitere Informationen über Hauptverwaltungen und Filialen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Bundesbank.

Größere Sammlungen übernehmen wir auf Wunsch auch an Ihrem Wohnort: Minden, Lübbecke, Herford, Bielefeld, Gütersloh, Paderborn, Detmold, Hannover, Nienburg, Bremen, Osnabrück, Bad Oeynhausen, Vlotho, Bad Salzuflen, Hameln, Bad Pyrmont, Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Dortmund, Essen, Düsseldorf, Leipzig, Duisburg, Nürnberg, Dresden, Bochum, Wuppertal, Bonn, Mannheim, Karlsruhe, Wiesbaden, Münster, Gelsenkirchen, Augsburg, Mönchengladbach, Aachen, Chemnitz, Braunschweig, Krefeld, Halle, Kiel, Magdeburg, Oberhausen, Freiburg, Lübeck, Erfurt, Rostock, Hagen, Kassel, Mainz, Hamm, Saarbrücken, Herne, Mülheim, Solingen, Ludwigshafen, Leverkusen, Oldenburg, Neuss, Potsdam, Heidelberg, Darmstadt, Würzburg, Regensburg, Göttingen, Recklinghausen, Heilbronn, Ingolstadt, Wolfsburg, Ulm, Offenbach, Bottrop, Pforzheim, Bremerhaven, Remscheid, Fürth, Reutlingen, Salzgitter, Moers, Koblenz, Siegen, Bergisch Gladbach, Cottbus, Gera, Erlangen, Hildesheim, Jena, Witten und Umgebung.