Zeppelinpost

Zeppelinbriefmarke

Bild links: Zeppelinbriefmarke 2 Reichsmark Graf Zeppelin LZ127

Mit dem Luftschiff Graf Zeppelin LZ 127 beförderter Brief auf dem ersten interkontinentalen Flug nach Nordamerika vom 11. Oktober bis 1. November 1928 von Friedrichshafen/Bodensee nach New York. Die Faszination der Luftschifffahrt findet auch in der Philatelie ihren Niederschlag. Die mit dem Zeppelin beförderten Luftpostbriefe waren schon immer bei Sammlern hoch begehrt. Schon gleich zu Beginn der neuartigen Postbeförderung in der Luft setze ein Run auf die begehrten Sammelobjekte ein. Im Rahmen einer Wohlfahrtsaktion wurden mit dem Segen der Reichspostverwaltung im Jahre 1912 tausende Luftpostkarten mit dem Zeppelin-Luftschiff LZ 10 Schwaben befördert. Die Sendungen wurden am Zielort in Postsäcken abgeworfen und wurden dann auf auf dem Landwege an die Empfänger weitergeleitet. Die "Offizielle Postkarte" und "Flug-Post-Karte" der Postkartenwoche von 1912 mit privater Luftpostmarke legten den Grundstein für das in Folge begehrteste Sammelgebiet der Philatelie. Erst nach Ende des 1. Weltkriegs wird 1919 der regelmäßige Lufpostverkehr etabliert.

Zeppelinpost LZ 127

Ein Meilenstein ist die erste Atlantik-Überquerung von Friedrichshafen nach Lakehurst mit LZ 126 im Jahr 1924. Auf Anregung des Luftschiffpioniers Dr. Hugo Eckener wurden die amerikanischen Reparationsforderungen mit der Lieferung eines Zeppelin kompensiert. Bei der gut dreieinhalb Tage dauernden Überfahrt wurden 8000 km zurückgelegt und unter anderem gut 150 kg Post befördert.
Einen deutlichen Aufschwung nahm die Luftpostbeförderung durch die Einführung des Luftpost-Leichtbriefes, der aufgrund des Spezialpapiers inklusive Briefmarke nicht mehr als 5 Gramm wog und bald zum weltweiten Standard wurde.

Sieger Zeppelinpost
Die Briefmarkenhandlung Hermann E. Sieger war sehr engagiert in der Gestaltung und dem Vertrieb von Zeppelin-Belegen

Mit der Zeppelin-Eckener-Spende wurde 1928 das erfolgreichste Luftschiff seiner Zeit, LZ 127 Graf Zeppelin, fertiggestellt, das auch mit einer Briefmarkenserie der Reichspost geehrt wurde. Es folgte ein kometengleicher Aufschwung der Luftpostbeförderung, zu dem auch Briefmarkensammler einen wesentlich Beitrag leisteten. Mit den Einnahmen aus der Zeppelinpost konnte man bald einen Großteil der Fahrkosten des Luftschiffes bestreiten.

Ferdinand von Zeppelin   LZ 127 Graf Zeppelin   verladen der Zeppelinpost
aus: Zeppelin-Weltfahrten Zigarettenbilder-Album von 1933 (ist antiquarisch über uns zu beziehen).

Bedeutende Fahrten von LZ 127 Graf Zeppelin waren: Nordamerikafahrt (1928), Orientfahrt (25.–28. März 1929), Weltfahrt (1929), Erste Südamerikafahrt (Mai 1930), Palästina-Rundfahrt (1931), Polarfahrt (1931). Mit der Katastrophe von Lakehurst am 6. Mai 1937, bei der das Luftschiff LZ 129 Hindenburg am Ankermast explodierte und viele Menschen ums Leben kamen, endet die Zeppelinära abrupt. Von den an Bord der Hindenburg befindlichen Postsendungen sind nur wenige erhalten.

Zeppelinpost Südamerikafahrt Polarfahrt
Zeppelinpost 1931 Südamerikafahrt mit Luftpost-Marke Polarfahrt 4 Reichsmark

Wenn Sie sich für Zeppelinpost interessieren, empfehlen wir folgende weiterführende Literatur:

- Rolf Schneider: Die Zeppelin-Luftschiffe vor dem 1. Weltkrieg und deren Postbeförderung. Selbstverlag, o.O. (Essen), 1995
- Wolfgang Meighörner: Das Jahrhundert der Zeppeline. darin: Kapitel I.: Der Zeppelin und seine Vorläufer, Kapitel II.: Der Zeppelin hebt ab, Kapitel III.: Anfänge der Luftpost, erste Zeppelinpost u.a. Deutsche Post Zentrale, 2000
- Hermann Walter Sieger: Zeppelinpost Spezial-Katalog. Sieger Verlag, 1995
- Alexander Berezowski: Handbuch der Luftpostkunde, Katalog sämtlicher Marken und Abstempelungen der Luftposten (Zeppelin-Posten) , 1930, Sieger-Neudruck 1969
-  John Duggan: Zeppelinpost LZ 129 Hindenburg, 2004
- W. Hacker: Die erste Zeppelinabwurf-Post und ihre Fälschungen, VEB Leipzig, 1961
- Michel: Zeppelin- und Flugpost-Spezial-Katalog 2002

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