Altdeutschland Sachsen

Sachsen, Drei Pfennig rot, 1850 (Sachsendreier)
Die Briefmarkengeschichte Sachsens beginnt am 1. Juli 1850 mit dem legendären Sachsendreier. Der Michelnr. 1. Mit dieser Marke wurden Streifbandzeitungen versendet. Da man die Marke gerne zum verschließen des Streifbandes benutzte oder das Streifband mit der Marke auf der Zeitung fixierte, um das herausrutschen zu verhindern, wurden die meisten Exemplare beim öffnen zerrissen. Von der relativ hohen Gesamtauflage dieses Erstlings mit fast 500000 Stück haben daher nur wenige "Dreier" bis heute überdauert - mit entsprechend hohen Sammlerpreisen. Die größte Rarität ist hier der bis heute einzig bekannte komplette Bogen mit 20 Marken. Er wird auch Ferrary-Bogen genannt nach dem berühmten Briefmarkensammler Philipp la Renotière von Ferrary, der ihn einst besessen hat. Aufgrund der großen Seltenheit der Marke, war sie schon immer ein beliebtes Objekt für Fälscher, so dass man nur von einem philatelistischen Prüfer zertifizierte Marken kaufen sollte. In mehreren Auflagen gedruckt, gibt es verschiedene Farbnuancen, die man mit braunrot, kirschrot und ziegelrot unterscheidet.
Als 1868 die Briefbeförderung vom Postdienst des Norddeutschen Postbezirks übernommen wurde, waren im Königreich Sachsen 19 verschiedene Marken erschienen.
König Fr. August II
(1797-1854)
Deutsche Staaten
Altdeutschland
Sachsen
2 Neugroschen 1851
Michel Nr. 5
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