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Franc, Französische Währung

20 Francs Napoleon Gold 20 Francs Napoleon Goldmünze

Der Franc, Abkürzung FF für Franc Francais, war bis zur Einführung des Euro französische Währung und mit seiner Unterteilung, 1Franc = 100 Centimes, die erste reine Dezimalwährung in Europa.
Der Name Franc war zunächst eine Bezeichnung im französischen Volk für Goldmünzen, die ab 1360 unter König Johann II. eingeführt wurden. Sie trugen das Bildnis des Königs und die lateinische Aufprägung 'Johannes Dei Gratia Francorum Rex', zu deutsch: 'Johannes, König der Franken von Gottes Gnaden'. Von Francorum wurde die Volksbezeichnung abgeleitet.
Erst im Jahr 1795 wurde der Franc die offizielle nationale Währung Frankreichs und löste den zuvor gültigen Livre ab.
Während der Franc wiederum mit der Einführung des Euro-Bargelds am 1.Januar 2002 in Frankreich abgelöst wurde, ist er bis heute die offizielle Währungsbezeichnungen in etlichen vormaligen französischen Kolonien geblieben.

Die letzte Stückelung der Franc-Währung vor Einführung des Euro sah wie folgt aus:

Münzen: 5, 10, 20, 50 Centimes; 1, 2, 5, 10, 20 Francs
Noten: 20, 50, 100, 200, 500 Francs

Der heutige Euro-Cent wird bis heute in Frankreich Centime genannt; ebenso halten sich im alltäglichen Sprachgebrauch auch noch vormalige Münzbezeichnungen, Beispiel Sou für
5 Centimes.
Offiziell war der Franc ab dem 17. Februar 2002 nicht weiter 'gesetzliches Zahlungsmittel';
Münzen konnten jedoch bis zum 17. Februar 2005 bei der Banque de France umgetauscht werden, Banknoten bis zum 17. Februar 2012.


Die Geschichte des Franc

verlief nach dem 2.Weltkrieg reichlich 'turbulent', da sie teilweise von extrem hohen Inflationsraten  und von Abwertungen des FF, resp. Aufwertungen 'harter' Vergleichswährungen wie z.B. der DM, geprägt war. Eine Währungsreform wie in Deutschland hatte es in Frank-reich nach dem Weltkrieg nicht gegeben.
Einige Beispiele aus den Anfangsjahren nach dem Krieg 'illustrieren' den dramatischen Wertverlust des FF:
Wechselkurs 1945: FF zum Britischen Pfund = 480:1; FF zum US-Dollar = 119:1
                    1949:                                           980:1                                  350:1
          1957/ 1958:                                         1382:1                                  494:1
Durch hohe Inflationsraten machten bei der Preisentwicklung "viele Nullen" den FF "rechnerisch unhandlich". 1958 beschloss man daher die Einführung eines Nouveau Franc (NF), der dann am 1.Januar 1960 auch eingeführt wurde. Ein neuer entsprach 100 alten Francs, sodass die alten Franc-Münzen als Centimes weiterhin Verwendung fanden.
Die beiden Ölkrisen von 1973/1974 und 1979/1980 verschärften zusätzlich die bereits hohe Inflation; daher kam es im EG-Raum (Vorläufer der EU) zu einer sogenannten Stagflation, stagnierendes Wirtschaftswachstum bei inflationärer Preisentwicklung, von der vor allem Frankreich und Großbritannien betroffen war.
Zusätzlich wurde die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft währed der Präsi-dentschaft von Francois Mitterand (1981 - 1995) u.a. durch Verstaatlichungen, Einführung der 39-Stunden-Woche und Verkürzung der Lebensarbeitszeit geschwächt, ohne dass diese Maßnahmen durch entsprechenden Produktivitätszuwachs "gedeckt" waren.
Als 1989/1990 Deutschland die Wiedervereinigung anstrebte, machte Präsident Mitterand die französische Zustimmung von einer Einführung einer gemeinsamen EU-Währung abhängig, der Kanzler Kohl zustimmte. Im Februar 1992 wurde der entsprechende Vertrag von Maastricht ratifiziert; am 1.Januar 1999 wurden die Kurse aller daran teilnehmenden Länder fixiert, und deren Notenbanken rechneten und bilanzierten von da an in Euro.


Goldfranken, Gfr.
waren keine Realwährung, sondern zwischen 1920 und 2003 eine internationale Abrech-nungswährung für Leistungen/Dienstleistungen im Post- und Fernmeldewesen. Entsprechend haben Goldfranken als Realmünze niemals in Frankreich existiert, fiktiv entsprach er dem von Napoléon Bonaparte 1803 gesetzlich festgelegten Franc germinal.
Die Frankenwährung der lateinischen Münzunion diente bis zum Weltpostkongress 1920 in Madrid zwischen den Postvereinsländern als Grundlage für Gebührenordnungen und inter-nationale Abrechnungen. Bis zu Beginn des 1. Weltkriegs ging man davon aus, dass Gold-franken ein unveränderlicher Wertmaßstab seien, gleichgültig, ob man sich in der Preisord-nung oder bei Zahlungen des französischen Franc oder des schweizerischen Franken bediente.
Mit dem Kongress in Madrid begann man, ein komplexes System und Regelwerk von Währungen und Goldparitäten zu entwickeln, das den kriegsbedingt völlig verschobenen
Währungen der "Frankenländer" Rechnung trug.

Goldmünzen
Wie oben bereits erwähnt, wurden unter König Johann II. Goldmünzen geprägt und gelangten in den Zahlungsverkehr. In der Folgezeit ist die französische Münzgeschichte reich an der Ausgabe von Goldmünzen. Besonders bekannt sind z.B. die "Louis d'or", die unter den Königen Ludwig XIV. und Ludwig XV. geprägt wurden und häufig auch als königliche Aner-kennung für besondere Verdienste ausgegeben wurden.
Zu Francs-Zeiten wurden zahlreiche Goldmünzen geprägt. Ihre Nominalwerte reichen von einem Franc über 5, 10, 20, 50, 100 bis 500 Francs.

In der Regel werden Edelmetallmünzen zu Preisen gehandelt, die sich an tagesaktuellen Metallwerten orientieren. Seltene und begehrte Münzen werden hingegen mit teilweise erheblichen Liebhaber- resp. Sammleraufschlägen ge- und verkauft.


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