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700 Jahre Münzprägung in Minden

 

977
Kaiser Otto II. verleiht das Münzrecht an Bischof Milo, dies stellt den Beginn der  Münzgeschichte Mindens dar. Im Laufe der Jahre wurde dieses Recht mehrfach bestätigt.

um 1020
Da die Stadt Köln die zentrale Münzprägestätte für den Westen und Nordwesten Deutschlands ist, sind die ersten Mindener Prägungen dem Kölner Vorbild nachempfunden. Die erste Münze aus Minden trägt im Original den Namen Kaiser Ottos III. (+ODDO+IMP+AVG) und den Stadtnamen Kölns (S-COLONIA-A), in der Mindener Ausgabe ist statt Ottos Namen ein +MINDA eingraviert.

1022-36
Amtszeit von Bischof Sigibert, in dieser Zeit entsteht eine Pfennigmünze mit seinem  Namen und dem Schriftzug „MINDACIV“ für Minda Civitas.

um 1050
In der Regierungszeit von Konrad II. (1024-39) werden Münzen eingeführt, denen keine eindeutige Münzprägestätte zuzuordnen ist. Obwohl die Vorderseite allen  verschieden ist, zeigen sie alle auf der Rückseite ein Kreuz und den Schriftzug +MINTENOA. Es gibt eine Analogie zwischen in Dortmund gefundenen Pfennigen  und den +MINTENOA-Münzen, doch Dortmund ist als Prägestätte unwahrscheinlich. Auf den verschiedenen Vorderseiten der Münzen sind variierende Abbilder der Herrscher und Darstellungen von Goldschmieden eingraviert, was einzigartig in der deutschen Münzgeschichte ist.

12. Jhdt.
Das bis dato einheitliche Münzwesen bricht auseinander, viele kleine Währungsregionen werden gebildet, welche völlig verschiedene Münzen prägen. Es kristallisieren sich zwei Münzarten heraus, die, je nach geographischer Lage, den  Standard darstellen. Zum einen ist das die schwere und doppelseitig  geprägte gravis moneta, an der Westfalen festhält, zum anderen die norddeutsche levis moneta (Hohlpfennig, Brakteaten), welche auch Minden übernimmt. Die levis moneta ist  leicht und nur einseitig geprägt. Die neue Bezugsstätte für Minden ist also nicht mehr Köln, sondern es sind nun  Hildesheim und Bremen, die als Vorbilder fungieren. Im Fall von Hildesheim wird das bei dem ältesten Brakteaten Mindens deutlich, der den Schriftzug MINDENSIS  SVM (Ich bin ein Mindener) trägt, während eine ältere Münze aus Hildesheim im  selben Stil HILDENSEMENSIS SVM zeigt. Weitere Münzen dieser Zeit zeigen Bischof Konrad I. (1209-36), Bischof Volkwin (1276-93) und Wedekind I. von Hoya (1253-61).
In Hildesheim und Nordhausen wurden bischöfliche Mindener Hohlpfennige  gefunden, welche in Hameln geprägt wurden.

um 1380
Die Pest hält wie in ganz Westeuropa Einzug in Westfalen und Niedersachsen, es kommt zu großen Wirtschaftskrisen, welche auch den Grund dafür darstellen, dass die gravis moneta die levis moneta in Minden ablöst. Die Stadt Minden zählt also wieder zur westfälischen Währungsregion, in Petershagen wird eine zusätzliche Münzprägestätte gegründet.

1384-98 
Bischof Otto III. regiert. Unter ihm werden verhältnismäßig viele Münzen geprägt und in Umlauf gebracht, was dadurch erwiesen zu sein scheint, dass man besonders viele Münzen mit seinem Konterfei gefunden hat.

1436-73          
In der Amtszeit des Bischofs Albrecht von Hoya beginnt auch in Minden das Zeitalter des Groschens, welcher sich nach seiner Einführung 1266 aus Frankreich bis Westfalen ausbreitete.Vermutlich wurde der Groschen in Minden Schilling genannt und hatte einen Wert  von 12 Pfennigen. Die aus Minden stammenden Schillingsmünzen sind zum größten Teil dem Vorbild Bremer Münzen nachempfunden.

1508-29
Unter Bischof Franz I. von Braunschweig-Lüneburg werden auffallend viele Schillinge und Doppelschillinge geprägt, darunter auch verschiedene Pfennige.

1558 
In Minden wird der erste Taler geprägt. Seit Ende des 15. Jahrhunderts veränderte sich das deutsche Münzsystem gravierend. Zentrale Münzart wird der Gulden. Er erscheint als Goldgulden von einheitlichen 3,5 g Gold und als Silbergulden, welcher im Sprachgebrauch zum Taler wird. Dieser bleibt bis ins 19. Jahrhundert hinein die relevante Münze für das gesamte deutsche Währungsgebiet. Gold- und Silbergulden stellen im 16. Jahrhundert die überregionale Währung dar, während kleinere Silbermünzen als Landeswährung fungieren. Eine weitere regionale Münze waren die Fürstengroschen zu 12 Pfennigen, welche Bischof Georg von Braunschweig-Wolfenbüttel (1554-66) prägen ließ. Dieser ließ auch den sogenannten Körtling zu drei Heller kölnisch prägen.

1566-82
Amtszeit von Bischof Hermann. Er lässt als erster den Reichsgroschen prägen, der einen Wert von einem 24tel-Taler hat. Seinen Ursprung fand der Reichsgroschen in Sachsen und verbreitete sich von dort nach Norddeutschland. Der von ihm 1579  in Auftrag gegebene Körtling hatte einen Wert von 6 Heller kölnisch.

1634
Nach dem Amtsantritt des Herzogs Christian von Braunschweig-Lüneburg im Jahr 1599 liegt die Mindener Münzprägeanstalt still bis 1634, möglicherweise wurde aber  weiterhin in Petershagen geprägt. In besagtem Jahr erreichen die Schweden im Zuge des Dreißigjährigen Krieges die kaiserliche Festungsstadt Minden, welche zu dieser Zeit von hohem strategischen  Wert für den Norden Deutschlands war. Von Juli bis zum 3. November 1634 an wurde Minden von den Schweden belagert, musste sich dann aber geschlagen geben. In der Zeit der Belagerung wurden Notmünzen zu 8 Groschen zur Entlohnung der Soldaten geprägt, zu diesem Zwecke wurde kirchliches Gerät und Silberbesteck  geschmolzen und in Form gegossen, da durch den Zustand der Belagerung der Gold-  und Silbervorrat schnell zur Neige ging. Doch selbst dieses notdürftig aufgetriebene  Silber war nicht endlos verfügbar, sodass Kupfermünzen geprägt werden mussten. Diese hatten den Wert von 1, 2, 4 und 8 Groschen.

1653-57
Minden wird, genau wie die Fürstabtei Herford,  im Westfälischen Frieden  Kurbrandenburg zugeteilt. Der erste Statthalter ist Graf Johann von Sayn- Wittgenstein, unter ihm setzte sich die geregelte Münzprägung fort. Drei Münzen ließ er in kleiner Auflage, vermutlich zu Repräsentationszwecken, prägen, nämlich einen Duktaten von 1654 sowie zwei Taler aus den Jahren 1654 und 1656. Als tatsächlich für den Handel gedachtes Geld ließ er Kleinmünzen anfertigen, welche den Wert von 1, 2 und 4 Mariengroschen hatten. Dieser Wert war für die Zeit  untypisch, sodass die Münzen im überregionalen Handel sehr unbeliebt waren.

1667
Der Münzvertrag von Zinna wird abgeschlossen. In diesem einigen sich Kursachsen, Kurbrandenburg und Braunschweig-Lüneburg auf eine gemeinsame Währung, nämlich den Gulden im Wert eines 2/3 Talers. Auch Minden prägte diesen mitsamt seiner Subdivisionen von 1/3, 1/6, 1/12 und 1/24 Taler, aber auch weiterhin nur für den regionalen Handel gedachte Münzen wie den Blamüser im Wert von 1/8 Taler oder Matthier (1/72). Um die sogenannten Türkenkriege finanzieren zu können, stempelte der Erzbischof  von Salzburg fremde Münzen gegen, um so deren Wert zu steigern. Doch auch der  Gegenstempel Straßburgs in Form einer Lilie findet sich auf Mindener Münzen dieser Zeit.

1688-1714
Amtszeit von  Friedrich III., welcher ab 1701 König Friedrich I. von Preußen ist,  werden die letzten Münzen in Minden geprägt, diese aber in großem Umfang. Nebem dem am häufigsten geprägten Gulden des Vertrags von Zinna wurden auch wertvolle Münzen aus Gold und Silber geprägt. Die letzte Mindener Münze wurde in den Jahren 1705 und 1706 in geringer  Stückzahl produziert und zeigt das nun königliche Wappen von König Friedrich I.
Nach der Schließung der Mindener Münzprägeanstalt bezog Minden seine Münzen aus anderen preußischen Prägestätten.

Wenn Sie sich für die Mindener Münzgeschichte interessieren, empfehlen wir folgende weiterführende Literatur:

E. Stange. Geld- und Münzgeschichte des Bistums Minden. Mit zahlr. Münzabbildungen. Münster: Aschendorff, 1913.
P. Berghaus. Kleine Mindener Münzgeschichte. mit Abb. im Text. Schriftenreihe d. Münzfreunde Minden Nr. 4
 
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